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Neuigkeiten am Lehrstuhl

Exkursion zur Architekturbiennale in Tiflis

15 Studierende und das Team von Lehrstuhl Städtebau waren vom 24.10. – 30.10.2018 in der georgischen Hauptstadt Tiflis und hatten die Ehre, bei der 1. Architekturbiennale ihre Arbeit zum Thema Flächenpotentiale auszustellen.

Das diesjährige Thema der Architekturbiennale „Buildings are not enough“ lud zu einem ungewöhnlichen Blick auf die Produktion von Innen- und Außenräumen ein. Der Beitrag aus Wuppertal beleuchtete das Thema aus einer Perspektive, die nicht nur hier vor Ort, sondern auch international relevant ist. Darin werden konkrete Alternativen zum aktuellen Neubauboom, den man besonders auch in Tiflis anhand teils spektakulärer, luxuriös anmutender Investorenprojekte beobachten kann, vorgeschlagen. Im ehemaligen Hauptquartier des KGB und verteilt über den Stadtteil Gldani waren zahlreiche architektonische, planerische und künstlerische Beiträge, Panels, Vorträge und Workshops zu sehen, in denen internationale Teilnehmer sich mit dem Thema auf facettenreiche Art und Weise auseinandersetzten.

Die Veranstaltungen fanden in Tiflis‘ Stadtteil Gldani statt, ein Wohnviertel, das während der Sowjetzeit gemäß damaliger Planungsprinzipen in Plattenbauweise errichtet wurde. Die spannende Geschichte der post-sowjetischen Transformation von Gldani und anderen Stadtvierteln in postsowjetischer Zeit konnten die Studierenden bei gemeinsamen Rundgängen mit lokalen Akteuren nachvollziehen. So hatten sie u.a. die Gelegenheit, Anwohner in ihren Wohnungen zu besuchen und zu sehen, wie diese nach der Privatisierung individuell gestaltet durch teilweise gewagte Konstruktionen erweitert, der öffentliche Raum durch Entrepreneure und Anwohner angeeignet und umgestaltet wurde.

In dieser Gemengelage stehen Planer und Architekten nun vor großen Herausforderungen, die der Leiter des Stadtplanungsamtes den Studierenden erläuterte. Prioritäten sind es, geeignete Regularien zu finden, um bezahlbaren Wohnraum und öffentliche Infrastrukturen zu gewährleisten, mit den Folgen der Privatisierung von Kollektiveigentum sinnvoll umzugehen und gleichzeitig Tiflis als moderne und internationale Metropole weiter zu entwickeln.

Mehr Infos:
Architekturbiennale Tiflis
Forschungsprojekt Flächensuffizienz

 

Flächensuffizienz-Lab:
Tag der Forschung 2018

Am 8. September 2018 vertrat der Lehrstuhl Städtebau unsere Fakultät beim Tag der Forschung in Wuppertal. Dort präsentierten wir der Öffentlichkeit unser neuestes Forschungsprojekt. 

Das Interesse war überwältigend, wir kamen mit zahlreichen Bürgern und Bürgerinnen aus der ganzen Stadt ins Gespräch und konnten wertvolles Wissen über die reale Nutzung der Gebäude im Quartier Arrenberg und darüber hinaus sammeln.

Lehrende und Studierende arbeiten im Flächensuffizienz-Lab gemeinsam mit dem Verein Aufbruch am Arrenberg an innovativen und kreativen Lösungen für nachhaltige Gebäudenutzung. Denn statt immer mehr neu zu bauen sollten wir die Gebäude, die wir haben, effektiv nutzen. Dazu suchen wir Potentialräume, die ganz oder zeitweise frei sind. Das können z.B. leer stehende Kinderzimmer sein, verlassene Ladenlokale oder Büroräume, die nach Feierabend und wochenends keiner nutzt. Hier werden wir Nutzungsverdichtung im Gebäudebestand im Reallabor erproben. Denn das ökologischste und auch das günstigste Gebäude ist das, was gar nicht erst gebaut und betrieben werden muss. 

 

Herzliche Einladung

zu unserem Stand beim Tag der Forschumg 2018 in den Wuppertaler City Arkaden
am 8. September 2018 von 10-20 Uhr

Weitere Infos hier

 

Ortsaufnahmen BernauSüd:
Wie prägt die "Platte" die Lebenswelt ihrer Bewohner? 
- eine künstlerische Spurensuche

Einladung zum Gastvortrag von Natalie Obert
am Lehrstuhl Städtebau + Urban Scape  
30. November 2017, 14 Uhr, Raum HD.35

 

"Stadtentwicklungssalon: Ein Quartier - zwei Szenarien"
Masterstudierende präsentieren ihre experimentelle Stadtforschung in der vollbesetzten Hebebühne

Der Masterkurs experimentelle Stadtforschung, unter der Leitung von Frau Prof. (Dr.-Ing) Tanja Siems und Katharina Simon (M.Sc.), beschäftigte sich zwei Semester mit dem übergeordneten Thema »Stadt im Wandel«. In dem ersten halben Jahr haben die Studierenden sich die Frage gestellt »Wie kann zukünftige Stadt und das Leben in einer Stadt aussehen? Was braucht zukunftsorientierte Stadtentwicklung?«. In dieser ersten Phase wurde nach Gründen und Ursachen gesucht, warum und in welcher Form sich Städte und ihre Stadtstrukturen bislang veränderten. Kriterien aus den historischen und aktuellen Erkentnissen wurden herausgearbeitet. In Bezug auf die Historie der Stadtentwicklung spielt hier die deutlich gestiegene langfristig aber Schwankungen unterworfene Anzahl der jungen Menschen die einen Studienplatz anstreben eine große Rolle. Fakt ist: in Zukunft muss die Universität der steigenden Anfrage an Plätzen nachkommen, und dann scheint es sehr ersichtlich dem vielerorts erfolgreichen Konzept einer dezentralen Verteilung von Fakultäten und Gebäuden nachzukommen. Nachdem die Studierenden nach einem halben Jahr, jeder für sich, ein Strategiekonzept entwickelt haben, ging es daran dieses auf ein Fallbeispiel anzuwenden. Zur Überprüfung des Baukastens war es wichtig, die Strategie des Konzepts lokal einzuschränken. Hierfür wurde das Mirker Quartier ausgewählt.
Nach einer ausgiebigen Analyse- und Recherchephase haben die 13 Studierenden des Masterkurses Kernaussagen und Problematiken der vergangenen Stadtentwicklung ausgearbeitet. Davon ausgehend, haben die Studierenden innerhalb zweier Szenarien einen Blick nach vorne gewagt. Dieser ist durch zwei statistische Trends fundiert: Zum einen ist das die in den nächsten Jahren zu erwartende Steigerung, später eventuell wieder sinkende Anzahl an Studienplätzen. Hierfür benötigt die Universität mehr flexibel einsetzbaren Raum. Die Studierenden sehen im Wuppertaler Leerstand eine dynamisch nutzbare Variante, Lehrraum zu schaffen und damit eine dezentrale Ausbreitung der Universität zu befördern. Der Strategieplan: Ein Zwischennutzungskonzept für die Raumbedarfe der Universität. Die Stadt schafft den Ausgleich bei der schwankenden Nachfrage nach Studeinplätzen.
Zum anderen muss sich die Stadt mit einer älter werdenden Gesellschaft auseinandersetzen. Die Studierenden haben unter einer Reihe von Vorgaben für eine barrierearme und altersgerechte Quartiersentwicklung Räume, Versorgungssituationen, Wohnmöglichkeiten und Soziales im Quartier untersucht. Insgesamt ist aus den beiden Szenarien ein ganzer Katalog von Herausforderungen aber auch Gestaltungschancen entstanden.
Der städtebauliche Baukasten, das Ergebnis dieser umfassenden Recherche ist ein detailliertes Ursachen-Wirkungsgeflecht. Dieser Baukasten wurde von den StudentInnen Vassilissa Airaudo, Antonia Sabisch, Alexandra Brzezinski, Hasan Doğan und Nicole Schräder im Mirker Quartier vorgestellt.

Stadtanalyse im Modul Grundlagen des Städtebaus:
Wuppertal als urbanes Labor

Sieben Methoden der Stadtanalyse wurden im vergangenen Semester live im „urbanen Labor“ Wuppertal ausprobiert. Ziel: die Angsträume in der Stadt besser verstehen. Jeder Angstraum wurde von einer interdisziplinären Gruppe von Studierenden der Architektur und der Sicherheitstechnik in den Blick genommen.

Zu Beginn des Semesters zeigte Sibylle Ackermann, die sich bei der Stadt Wuppertal um genau diese Orte kümmert, den Studierenden, wo das subjektive Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum in unserer Stadt besonders gering ist. Dass das jedoch nicht unbedingt dieselben Orte sind, wo die Kriminalität tatsächlich am höchsten ist, erläuterte Dr. Tim Lukas der Gruppe in einem spannenden Vortrag. 

Die Städtebauliche Qualität ist entscheidend. Neben der Evaluation der Kriminalität im Quartier, der Beobachtung von Nutzungsmustern im öffentlichen Raum und der Kartierung von Stadtstruktur und Infrastrukturen im erweiterten städtebaulichen Kontext war der vielleicht spannendste Analyseschritt die Befragung der Akteure vor Ort. Mittels eines Interviewleitfadens wurde erforscht, welchen Einfluss die gebaute Umwelt auf das Sicherheitsempfinden der Nutzer hat. Der ist immens: nicht nur die Beleuchtungssituation ist wichtig, sondern auch die Erreichbarkeit eines Ortes für verschiedene Nutzergruppen und: die Sauberkeit und der bauliche Zustand der Umgebung.

Entstanden ist nicht nur eine umfangreiche Wissensdatenbank, sondern auch Strategien, die jeden dieser Orte in Wuppertal zum Positiven verändern können: für jeden Angstraum wurde zunächst eine „städtebauliche Diagnose“ gestellt, die es erlaubt, sehr präzise zu formulieren, welches die räumlichen Probleme vor Ort sind. Im nächsten Schritt entwickelten die Studierenden eine Strategie und entwarfen für jeden Angstraum in der Stadt ein konkretes Szenario, um ihn (wieder) in einen attraktiven öffentlichen Raum zu verwandeln. Hier reichten die Vorschläge von minimalen Veränderungen wie der Gestaltung des Stadtmobiliars bis zum Umbau des Verkehrssystems. 

Diskussionen mit der studentischen Jury. Bei der Modulabschlussprüfung wurden die Ergebnisse in großer Runde präsentiert und in einem besonderen Format diskutiert. Jede Gruppe stellte ihre Arbeit einer Jury aus den Lehrenden sowie vier Studierenden vor. So gab es zu jeder Arbeit nicht nur eine große Bandbreite an Perspektiven, sondern auch kritische Fragen und sehr spannende, teilweise kontrovers geführte Diskussionen. Die Ergebnisse sind im Rahmen der Best Of Bachelor-Ausstellung vom 9. Oktober bis zum 24. November 2017 im Foyer des Gebäudes HB (Haspeler Str. 27) zu sehen.

 

"Summer School on Solar Energy in Urban Planning - Teaching Methodologies and Results"

Authors: Tanja Siems & Katharina Simon
Publisher: IEA SHC Task 51

This booklet describes an interdisciplinary summer school on solar energy in urban planning. Teaching mehodologies and results are shown as an applied example of successful collaboration between teaching, research and practice, to serve as inspiration and encouragement for educators.

 

"Stadt im Wandel"

Autorinnen: Tanja Siems & Katharina Simon 
Publisher: BUW Wuppertal, Lehrstuhl Städtebau, IUG Institut

Die Publikation beschreibt die interdiszipliäre Sommerakademie "Stadt im Wandel" in Berlin Adlershof, welche sich mit der Nutzung von solaren Potenzialen im städtebaulichen Konztext auseinandergesetzt hat. Lehrmethoden und Ergebnisse werden beschrieben, die sich auf einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Lehre, Forschung und Praxis gründen und als Inspiration und Unterstützung für Lehrende dienen sollen.

 

Wandel im Plattenbau:
Die Entwicklung der sowjetischen Plattenbausiedlung Gldani in Tiflis (Georgien) nach dem Fall der UdSSR

Einladung zum Gastvortrag von Tiko Gurgenidze
am Lehrstuhl Städtebau + Urban Scape  
3. November 2016, 11:30 Uhr, Raum HD.11

Im Rahmen des Moduls Grundlagen des Städtebaus gibt Tinatin Gurgenidze anhand der Massensiedlung Gldani Einblick in die sozialistische Planungslogik in Städtebau und der Produktion von Wohnraum und beleuchtet die räumlichen Veränderungsprozesse nach dem Wegfall staatlicher Kontrolle durch das sowjetische Regime aus einer stadtsoziologischen Perspektive.

 

Stadt im Wandel  
Solarenergienutzung im städtebaulichen Kontext 

EnEff:Stadt Sommerakademie 2016 in Berlin- Adlershof
Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer hier.

 

 

Die in Berlin geplante EnEff:Stadt-Sommerakademie thematisiert zum ersten Mal die Schnittstelle zwischen Stadt und Energie. Betrachtet wird aus dem städtebaulichen Kontext heraus das Entwicklungsgebiet Berlin Adlershof. Es ist als Technologiestandort bekannt, der Wissenschaft, Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen miteinander verknüpft und dabei im hohen Maß auf die Energieeffizienz und CO2-Minderung des Standorts achtet. Das Projekt bietet vielzählige Anknüpfungspunkte, um städtebauliche und energetische Vorschläge für die Erweiterungsflächen im Entwicklungsgebiet Adlershof zu entwickeln und kann neue Ideen und Anstöße für die weitere reale Planung hervorbringen.

 

Im Rahmen der Sommerakademie soll ein Masterplan für noch unbeplante Flächen des Entwicklungsgebietes Berlin Adlershof erstellt werden. Dabei ist das Ziel, einen städtebaulich ansprechenden Entwurf für das Quartier zu generieren, der hohen energetischen Anforderungen entspricht. In der von Inputvorträgen begleiteten Sommerakademie werden in interdisziplinären Teams im engen Austausch mit den Betreuern vor Ort sowie der WISTA-MANAGEMENT GMBH Strategien und Lösungsansätze für einen städtebaulichen Masterplan generiert. Dabei werden mit Hilfe von physischen als auch softwaregestützten dreidimensionalen Modellen städtebauliche Varianten aufgezeigt. Eine begleitende Analyse erlaubt es, Aussagen zu potenziellen Nutzungen und Typologien zu machen. Eruiert werden die Varianten mit Hilfe von Softwaretools, die es ermöglichen, Verschattungsstudien, solare Einstrahlung sowie eine Prognose zum Energiebedarf des neu geschaffenen Baugebietes abzugeben.

 

In einer öffentlichen Endpräsentation werden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Die Sommerakademie ist interdisziplinär angelegt, um Studierenden der Architektur, Raum-, Stadt- und Energieplanung zu ermöglichen, an einem gemeinsamen Konzept für das Entwicklungsgebiet Berlin Adlershof zu arbeiten.

Partner:

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Institut für Bau- Umwelt- und Solarforschung GmbH

WISTA-MANAGEMENT GMBH
Technische Universität Berlin

Weitere Informationen: http://www.eneff-stadt.info

 

 

Dilettanten, Laien, Ehrenamtler:
Nicht-Professionelle in der Stadtentwicklung

Einladung zum Gastvortrag von Achim Konrad und Christian Hampe
am Lehrstuhl Städtebau + Urban Scape  
6. Juli 2016, 14 Uhr, Raum HD.24 

Im Rahmen des Moduls Grundlagen des Städtebaus teilen Achim Konrad und Christian Hampe ihre Ideen und Erfahrungen aus dem Projekt UTOPIASTADT in Wuppertal und diskutieren mit uns über die Rolle unterschiedlicher Akteure in der Stadtentwicklung. 
Sie hinterfragen dabei auch den Planer als Experten: wir freuen uns auf eine rege Debatte. 

 

Das Leitbild in der Krise? 
Vortrag des Planungsdezernenten der Stadt Wuppertal

Frank Meyer zu Gast beim Lehrstuhl Städtebau + Urban Scape

Die Vorlesungsreihe GS2 widmet sich den städtebaulichen Leitbildern der letzten 150 Jahre und ihren Auswirkungen auf die Stadt, in der wir heute leben. Wie haben sie die unterschiedlichen Dimensionen des urbanen Lebens beeinflusst, konnten sie die sozialen, ökologischen und ökonomischen Verhältnisse positiv verändern und: Benötigen wir heute noch Leitbilder?

 

Unter der Fragestellung „Das Leitbild in der Krise?“ berichtete Frank Meyer über die Realität der Stadtplanung vor dem Hintergrund des demographischen und wirtschaftlichen Wandels in Wuppertal. Kommunale Handlungsprogramme, beispielsweise zum Thema Wohnen und Gewerbeflächen, sowie das Strategiepapier 2025 mit seinen 25 Schlüsselprojekten stellte Herr Meyer eher als Steuerungsansatz bzw. inhaltlichen Orientierungsrahmen denn als Leitbild als solches vor.


Im Anschluss des Vortrages entstand ein anregender Austausch mit den Studierenden der BUW sowie dem weiteren Publikum zu den aktuellen Themen der Wuppertaler Stadtentwicklung: Kontrovers diskutiert wurde vor allem der Umgang der Stadt mit Investoren und ihren Forderungen in Zeiten knapper kommunaler Kassen, nicht nur beim Großprojekt Döppersberg rund um den Wuppertaler Hauptbahnhof.

 

Urban Transitions
Städtebau-Symposium

Städtische Quartiere können schon längst nicht mehr getrennt von ihrer energetischen Versorgung betrachtet werden. Funktionierte die Energieerzeugung früher mit Hilfe zentraler Kraftwerke, so geht der Trend heute immer weiter zu einer dezentralen Energieversorgung basierend auf erneuerbaren Energien. Eine Möglichkeit Energie dezentral zu erzeugen bieten Solaranlagen. Da die Technik auf Gebäudeebene bereits ausgereift ist, lassen sich auf zahlreichen Bestands- und Neubauten Solaranlagen finden. Doch auf quartiers- und städtebaulicher Ebene werden noch immer die fehlenden methodischen Ansätze bemängelt, welche die Anwendung solarer Energie im städtischen Kontext ermöglichen. An der Fragestellung, wie die Integration von Solarenergienutzung im städtischen Kontext verbessert und beschleunigt werden kann und in welcher Form städtebauliche Abläufe dabei eine Rolle spielen, will das Symposium ansetzen und mögliche Lösungsansätze diskutieren. 


Veranstaltet wird das Symposium vom Lehrstuhl Städtebau an der Bergischen Universität Wuppertal. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei und steht allen Interessierten offen. Eine Anmeldung im Vorfeld per E-Mail an staedtebau@uni-wuppertal.de ist erforderlich. Das Symposium ist als Fortbildung für Mitglieder der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen mit zwei Unterrichtsstunden anerkannt. 

Planen und Bauen ‚für ALLE‘

Barrierefreiheitstag am Lehrstuhl Städtebau + Urban Scape

Der Fachbereich Architektur hat der Lehrstuhl Städtebau (Prof. Dr.-Ing. Tanja Siems, Dipl.-Ing. M.Sc. Johannes Geyer) zum Themenkomplex "Barrierefreiheit" in diesem Semester eine Veranstaltungsreihe entwickelt, in welcher Grundlagen präsentiert, aber auch praktische Erfahrungen gesammelt und Kartierungen - vor allem im universitären Umfeld - erstellt wurden.

Video-Dokumentation hier 

Im Fachbereich Städtebau + Urban Scape (Leitung: Frau Prof. Dr.-Ing. Siems) wurde am 15.11. ein Aktionstag durchgeführt. Im ersten Teil hat der Barrierefreiheitsexperte und Gutachter Herr Burckhardt, welchen wir über die Agentur Barrierefrei NRW gewinnen konnten, einen Vortrag gehalten. Zudem haben die städtische Behindertenbeauftragte Frau Dipl.-Soz.-Päd. Sandra Heinen, der Behindertenbeirat der Stadt Wuppertal sowie Frau Nadine Maurice und Herr Georg Beilstein von der Beratungsstelle für Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung der Universität Wuppertal ihre Arbeit vorgestellt und Lösungsansätze für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum präsentiert. Danach haben die Studierenden verschiedene Strecken inner- und außerhalb der Universitätsgebäude begangen und berollt sowie im Rahmen eines Dérives kartiert. Hierzu wurden einige Age Suits,  Blindenbrillen und Rollstühle ausgeliehen.
Die Daten werden in weiteren Veranstaltungen präsentiert und ausgewertet sowie verschiedene Module (MAE) zur Weitergabe der Informationen an Interessierte erprobt. Zudem sensibilisiert diese Erfahrung natürlich den Blick der zukünftigen Architekten und Stadtplaner auf die gebaute Realität.

 

Barrierefreiheitstag an der Fakultät Architektur
15.11.2013, 10.00-14.00 Uhr

FZH 3 – Campus Freudenberg, anschließend Begehung/ Berollung

‚Die Würde des Menschen ist unantastbar.‘ – ein bekannter und allgemein anerkannter Grundsatz unserer Gesellschaft – natürlich auch im Planungs- und Bauwesen.

Aber planen wir wirklich ‚für ALLE‘?  Und gibt es das überhaupt – 100% barrierefrei?

Laut statistischem Bundesamt waren 2011 ca. 8,9% der deutschen Bevölkerung schwerbehindert, Tendenz laut Schätzungen aufgrund zunehmender Krankheitsdiagnosen und demografischer Entwicklung steigend. Hinzu kommen Mitmenschen mit leichteren Behinderungsgraden, Menschen, die sich z.B. mit Rollatoren, Kinderwagen oder kurzen Kinderbeinen im öffentlichen und privaten Raum fortbewegen, Menschen mit psychischen und seelischen Behinderungen und viele , deren ‚Zipperlein‘ nicht erfasst sind – kein Nischenproblem also.

Die UN-Menschenrechtskonvention definiert Barrierefreiheit und die dadurch geförderte Inklusion als Menschenrecht – und viele Verbesserungen sind auch schon in DIN und Landesbauordnungen eingegangen. Die Veranstaltung will informieren und sensibilisieren.

Informieren werden wir uns über zwei Vorträge, danach sind Begehungen und Berollungen in Kleingruppen zu unterschiedlichen universitären Zielen geplant – ausgestattet mit Rollstühlen, Blindwalk-Masken und Age Suits (Alterssimulationanzügen). Zur Kartierung bitte entsprechend Foto-/ Videokameras, Diktiergeräte, Skizzenblöcke etc. mitbringen!

Zeitplanung:

10.00-11.00 Uhr - Dipl. Ing. André Burkhardt, Architekt & Sachverständiger f. Barrierefreiheit
11.00-12.00 Uhr - Sandra Heinen, städt. Behindertenbeauftragte & Bernd Engels, Vorsitzender des Beirats der Menschen mit Behinderung, Wuppertal
12.00-14.00 Uhr - Begehungen & Berollungen der Campi inkl. Kartierung
14.00 Uhr           - Abgabe der ‚Hilfsmittel‘ und der Kartierungen

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Resilienz in der Stadtplanung

 

Vortrag von Dr. Mark Kammerbauer

Städte sind in besonderer Weise von Klimawandel und Naturkatastrophen betroffen. Zum einen sind bestimmte Städte - durch ihre historische und geografische Lage bedingt - von Risiken wie Hochwasser bedroht. Zum anderen kann Klimawandel wie auch Urbanisierung dazu führen, dass diese Risiken zunehmen. Resilienz bezeichnet dabei die Kapazität, mit diesen Risiken umzugehen und ihnen zu widerstehen. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist Anpassung, die auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel von zentraler Bedeutung ist und der Vermeidung zukünftiger Risiken dient. Auf der anderen Seite ist das Ziel des Wiederaufbaus, die Folgen einer Naturkatastrophe zu beheben, wobei Rekonstruktion und Anpassung hier in einem Spannungsfeld zueinander stehen. In der "Theorie“ lässt sich der Zusammenhang dieser Begriffe klar darstellen, während die "Praxis" beweisen muss, wie effektiv deren Zielsetzungen umgesetzt werden können. Wie am Beispiel New Orleans nach Orkan Katrina zu sehen ist, sind die Resilienz, die Anpassung und der Wiederaufbau von Städten komplex und kontextabhängig. Welche Lehren lassen sich ziehen, inwiefern sind planerische und bauliche Konzepte übertragbar? Diesen Fragen möchte der Beitrag nachgehen.

Dr. Kammerbauer ist selbständiger Architekt und Stadtplaner, er lehrt an der Ohm School of Applied Sciences Nürnberg und der Technischen Universität München.

Sein Vortrag findet im Rahmen des vom BMBF-geförderten Forschungs-Verbundprojekts SaMuWa (Schritte zu einem anpassungsfähigen Managements des urbanen Wasserhaushalts) im S+U-Entwurf ‚E3: Städtebau im Kontext urbaner Überflutungen‘ statt.

bergisch.project  

urban potentials of a region somewhere in Europe





Link:
http://bergischproject.com/bergisch-paper/

Das bergisch.project besteht im Kern aus der internationalen und interdisziplinären Sommerakademie an der Bergischen Universität Wuppertal in den Jahren 2013-2015 und versteht sich als ein kontinuierliches Projekt, welches im Verlauf von drei Jahren durch zahlreiche Teilprojekte ergänzt, erweitert und vor allem in der Region verankert wird. Das bergisch.paper ist die erste Ausgabe einer projektbezogenen Publikationsreihe der Bergischen Universität Wuppertal, Fachbereich Architektur, Lehrstuhl Städtebau.

"Urban Transitions"

Mit Beiträgen aus dem unter gleichem Namen stattgefundenen Doktorandenkolloquium des Doktoranden-Netzwerks (NSE-Netz).

 

 

Deutschland wird städtisch, denn es leben mittlerweile mehr als zwei Drittel der bundesdeutschen Bevölkerung in urbanisierten Gebieten. Dabei ist die Stadt einerseits Brutstätte kultureller und gesellschaftlicher Entwicklung, gleichzeitig jedoch auch ein Ort gigantischer Energieverbräuche, Produzent von Abfällen und Verursacher von Umweltverschmutzungen. Vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels und der beschlossenen Energiewende stehen Städte und Kommunen nun vor der Herausforderung bestehende urbane Räume neu zu denken und entsprechende Prozesse einzuleiten.

Mögliche Umsetzungsstrategien nachhaltiger Transformationen von baulichen und freiräumlichen Strukturen wurden in einer Vortragsreihe der Experten Prof. Manfred Hegger, Dr. Ralf Schüle, Prof. em. Thomas Sieverts und Prof. Stokman mit anschließender Diskussionsrunde aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.

region[er]finden - Entwicklungspotentiale für das Bergische Städtedreieck

Interdisziplinärer Expertenworkshop 

 

Während einerseits die Regionalentwicklung in der EU als Instrument zur Stärkung und Förderung einzelner Regionen mittlerweile etabliert ist, haben es die Regionen andererseits in ihrer Wahrnehmung und Identifizierung durch die beteiligten Städte, Bürger, Institutionen und Akteure immer noch schwer, anerkannt zu werden. Das Bergische Städtedreieck ist auf dem Weg als Region zusammen zu wachsen: Die gemeinsame Arbeit der drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie vieler Akteure birgt große Chancen für den Umgang mit den Zukunftsaufgaben und die Herausbildung einer regionalen Identität. Der Weg ist aber noch weit. Die Region muss noch stärker vor Ort erlebbar gemacht und damit über die regionalen Netzwerke hinaus zu den Menschen gebracht werden. Das Projekt „region [er]finden“ setzt dort an und bringt durch einen interdisziplinären und internationalen Austausch neue Ideen und Denkansätze in die Diskussion um die Region ein. Die Studierenden der Architektur und Stadtplanung können in der Sommerakademie im Dialog mit weiteren Disziplinen unter verschiedenen Forschungsfragen neue Potentialräume aufdecken und kreative Zukunftsszenarien für die räumliche Wahrnehmung und Identifizierung mit dem Bergischen Städtedreieck erarbeiten. In Teilprojekten werden beispielsweise die Ausformung der Industriekultur als identitätsprägendes Thema, die Vernetzung von Nahverkehrssystemen, die Entwicklung eines gestalterischen Leitsystems oder Entwicklungsmöglichkeiten für die polyzentrische Struktur der Region bearbeitet. So kann mit der Sommerakademie die Idee eines räumliches Leitbildes für die Region entwickelt werden.

Schenkung an den Lehrstuhl Städtebau 

Nachlass des Architekten Ernst Hopmann, Wuppertal 

      1919   Beginn des Studiums an der TH Aachen 
      1922   Diplom- Hauptprüfung für Architektur an der TH Aachen 
bis 1928   Verschiedene Anstellungen bei Architekten und Behörden 
bis 1944   Architekt in der Zentrale der Organisation Todt
bis 1945   stellvertretender Hauptabteilungsleiter in der Hauptverwaltung der VDM-­Luftfahrtwerke
bis 1947   Leiter der Planungs-­ und Entwurfsabteilung bei der Stadtverwaltung Minden
bis 1957   Stadtbaurat von Gevelsberg

im Anschluss viele weitere Projekte, unter anderem Mitwirkung bei der städtebaulichen Entwicklung der Nordweststadt Frankfurt im Rahmen des Projektes von Walter Schwagenscheid viele Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitschriften

zuletzt bearbeitet am: 21.11.2018