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Forschungsprojekte

Flächensuffizienz-Lab

Reallabor Wuppertal Arrenberg


in Kooperation mit:
Aufbruch am Arrenberg e.V.

 

Projektleitung: Tanja Siems, Julia Siedle

 

 

Viele Räume im Gebäudebestand werden nicht oder nur zeitweise genutzt. In Wohnhäusern stehen Kinderzimmer leer, Theater öffnen erst abends ihre Türen, Büroarbeitsplätze bleiben nach Feierabend oder wegen Meetings, Urlaub und Krankheit über ganze Tage oder Wochen ungenutzt. Noch hinzu kommt der Leerstand von ganzen Nutzungseinheiten.

Das Flächensuffizienz-Lab erforscht Wege, diese Raumpotentiale zu aktivieren und Bestandsgebäude effektiver zu nutzen. Dadurch wird der Bedarf an Neubau mit all seinen negativen ökologischen und sozialen Folgen reduziert. Die fortschreitende Flächenversiegelung, der trotz Effizienzmaßnahmen konstant hohe Energieverbrauch für Herstellung und Betrieb von Gebäuden, der Verlust von Habitats für Flora und Fauna sowie von landwirtschaftlichen Flächen, immer weitere Wege und steigende Kosten für Infrastruktur können durch Nutzungsverdichtung eingedämmt werden. Ansatzpunkte dafür sind die Mehrfachnutzung von Räumen, die Neunutzung von (teilweise) leerstehenden Einheiten und die Reduktion von Raumbedarfen.

Eine solche Vermeidung von Neubauflächen durch Nutzungsverdichtung im Gebäudebestand definieren wir als Flächensuffizienz.

Das Flächensuffizienz-Lab als inter- und transdisziplinäres Forschungsprojekt des Lehrstuhls Städtebau als wissenschaftlicher und dem Aufbruch im Arrenberg e.V. als Praxispartner entwickelt gemeinsam mit Studierenden und verschiedenen Akteuren aus dem Quartier praktisches Wissen und wirkungsvolle Planungsinstrumente zur Nutzungsverdichtung im Gebäudebestand. Im Reallabor Wuppertal Arrenberg werden Strategien zur Nutzung von lokalen räumlichen Potentialen erarbeitet, umgesetzt und wissenschaftlich evaluiert.

 

Solarenergienutzung im städtebaulichen Kontext inklusive IEA Mitarbeit SHC Task 51

in Kooperation mit:
Prof. Dr. Karsten Voss, BUW
Prof. Andreas Wagner, KIT
Prof. Dr. habil. Ursula Eicker, HFT 
Dr. Gustav Hillmann, IBUS 
Dr. Markus Lichtmeß, Goblet Lavandier & Ass.

 

Projektleitung: Tanja Siems, Katharina Simon

 

weitere Infos

Endbericht

 

 

 

Wie im 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung bemängelt, ist die Nutzung von Solarenergie in Deutschland im städtebaulichen Planungsprozess schwach verankert. Es fehlen methodische Ansätze, Planungswerkzeuge, Richtlinien, Prozesse und Umsetzungsstrategien.

 

In dem Forschungsvorhaben werden systematisch die Barrieren untersucht, Planungstools dokumentiert und weiterentwickelt und exemplarisch an urbanen Fallstudien angewandt.

 

Ziel dabei ist es Planungsrichtlinien zu entwickeln, welche Architekten und Planern verlässliche Anweisungen für eine effiziente Nutzung solarer Energien im städtischen Kontext an die Hand geben. Neben der Methodenerarbeitung ist ein wesentlicher Bestandteil die Entwicklung eines Planungswerkzeuges als Teil des EnOB Lernnetzes, die Integration in die Lehre sowie die Kommunikation der Forschungsergebnisse. 

Eine konsequente Evaluierung bekannter Werkzeuge ist zu leisten. Unter Werkzeugen verstehen wir einerseits die analytische Auseinandersetzung mit städtebaulich- energetischen Parametern (historische Kenntnisse, Rechtsgrundlagen, Forschungsstand auf Siedlungs- und Quartiersebene), andererseits die Auseinandersetzung mit existierenden Softwaretools. Parallel dazu bietet die Recherche und Dokumentation von Fallbeispielen eine ideale Ressource für die Lehre, da sie zur Evaluierung hinsichtlich der genutzten Werkzeuge und Prozesse dienen und eine realitätsnahe Plattform für den Test bestehender und vor allem neuer Werkzeuge bieten.

 

Die Entwicklung und Implementierung geeigneter Softwaremodule in das „EnOB Lernnetz“ und die Anwendung in der Lehre bieten den Studierenden die Möglichkeit Simulationen auf den städtebaulichen Maßstab zu erweitern. Die Durchführung eines Symposiums, einer Sommerakademie sowie mehrerer Workshops öffnet sowohl Studierenden als auch der Praxis den Blick für die Thematik. Die Ergebnisse werden in Form von Publikationen der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

 

bergisch.project

urban potentials of a region somewhere in Europe


Projektleitung: Ragnhild Klußmann, Bärbel Offergeld

Das bergisch.project besteht im Kern aus der internationalen und interdisziplinären Sommerakademie an der Bergischen Universität Wuppertal in den Jahren 2013-2015 und versteht sich als ein kontinuierliches Projekt, welches im Verlauf von drei Jahren durch zahlreiche Teilprojekte ergänzt, erweitert und vor allem in der Region verankert wird. 

 

Wir werden losziehen, in die Region gehen und mit den Menschen sprechen. Wir suchen Projekte, die die Menschen bewegen, die das Bergische ausmachen. Welche Werkzeuge haben wir? Klassische Planungswerkzeuge des Städtebaus werden uns nicht helfen: wir müssen diskutieren, improvisieren, organisieren, moderieren. Wir müssen erkunden, lesen und uns verirren, um zu finden, was eigentlich vorhanden ist. Entstehen soll zunächst der bergisch.atlas der Geschichten, Bilder, Erlebnisse und Gedanken, ein Mosaikbild. Mit dem Blick in die Zukunft werden wir die Gegenwart suchen.

 

Die Stadt als hydrologisches System im Wandel - Schritte zu einem anpassungsfähigen Management des urbanen Wasserhaushalts  (SaMuWa)

 

 

Projektleitung: Tanja Siems, Johannes Geyer
Endbericht

Ziel des dreijährigen BMBF-geförderten Forschungsprojektes ist es, Kommunen bei der Umstellung von einer statisch ausgerichteten Entwässerungsplanung zu einer flexiblen und anpassungsfähigen Bewirtschaftung des stadthydrologischen Gesamtsystems zu unterstützen. Es sollen einerseits planerische und betriebliche Möglichkeiten untersucht werden, um das Potenzial des vorhandenen Bestands (städtische Wasserinfrastruktur) unter den Bedingungen des Wandels (Klimawandel, demografischer Wandel) und der dadurch entstehenden Unsicherheiten bestmöglich auszunutzen. Darüber hinaus werden Planungsinstrumente entwickelt, die über den Bereich der Siedlungsentwässerung hinausreichen, um die Handlungsoptionen – auch hinsichtlich von Governance-Strukturen - zu erweitern, mehr Flexibilität zu schaffen und Folgen ganzheitlich zu bewerten. Es werden Stadtentwicklungs- und Freiraumplanung sowie Wechselwirkungen mit dem natürlichen Wasserhaushalt einbezogen.

Der wesentliche innovative Beitrag des Vorhabens liegt in der eng aufeinander abgestimmten Entwicklung von planerischen Instrumenten und Methoden, IT-Werkzeugen (Modellierung, Visualisierung, Daten- und Informationsmanagement) und organisatorischen Prozessen und Strukturen.

Partner im Verbundprojekt sind: Universität Stuttgart: Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA), Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung (IWS), Institut für Landschaftsplanung und Ökologie (ILPOE), FH Münster: Institut für Wasser Ressourcen Umwelt (IWARU), Institut für Automation und Kommunikation e.V. (ifak) Magdeburg, Dr. Pecher AG Erkrath , Infra-Consult Stuttgart , aqua plan Krefeld, Wuppertaler Stadtwerke Energie & Wasser AG (WSW) , Stadt Reutlingen, Stadt Wuppertal, Stadt Münster, Wupperverband (WV) und Emschergenossenschaft (EG)

 

www.samuwa.de

zuletzt bearbeitet am: 15.11.2018